Wissenswertes zur Art Deko

Art Deco (kurz dekorative Kunst‘) ist eine Bewegung in der Designergeschichte von ca. 1920 bis 1940, die die Formgebung von Gegenständen in vielen Bereichen wie der Architektur, Möbeln, Fahrzeugen, Mode , Kunst, Schmuck umfasste.

Die Art déco steht in direkter Nachfolge des Jugendstils, von dem sie zahlreiche Stilmerkmale aufnahm. Formale Ähnlichkeiten zu den Wiener Werkstätten und dem Deutschen Werkbund sind nicht zu übersehen.

Einflüsse

Neben kubistischen und futuristischen Einflüssen sowie Formelementen des Bauhauses und des niederländischen De Stijl sind insbesondere stilistische Impulse fremder Kulturen zu erwähnen, z.B. der afrikanischen, altägyptischen oder chinesischen Kunst.

Art Deco bezeichnete einen Stil, der vor allem in den 1920er und 1930er Jahren geprägt wurde.

Merkmale der Art Deko

Merkmale für Objekte dieser Stil Richtung waren vor allem die gestalterischen Elemente und ein abstrahierendes Dekor, die durch die Verwendung von hochwertigen oder auch neuen und damit exotischen Materialien einhergingen und gleichzeitig reduzierend waren.

Das Fehlen von Schatten und Natürlichkeit vermittelt einen modernen und oft plakativen Eindruck der Kunst jener Epoche. Die industrielle Fertigung sowie die unbeschwerte, elektrische Mischung von Stilelementen unterschiedlicher Herkunft sind wichtige Voraussetzungen.

Die Art Deco ist die gestalterische Verbindung von Eleganz der Form, der Wertigkeit der Materialien, Stärke der Farben und Sinnlichkeit der Thematik.In der Kunst wurden kostbare, luxuriöse Materialien, wie z.B. Bronze, Ebenholz, Elfenbein, Glas, Kristall, Leder oder Silber verwendet.

Der Art déco bewegt sich zwischen den floralen, rankenden Formen des Jugendstils und den vorgegebenen, geometrischen Elementen des Internationalen Funktionalismus,die z.B. am Bauhaus oder innerhalb des De Stijl entwickelt wurden.

Vertreter

Einrichtungshäuser und Entwurfsabteilungen einiger Warenhäuser in Frankreich wie Desny, Dominique und die Société DIM (Décoration Intérieure Moderne), verbreiteten den Stil Art Deco rasch in der Geselschaft.

Das Zentrum des Art déco und der Impulsgeber war jedoch ohne Frage die Metropole Paris.

Seine Ideen bzw. Inspiration bezog der Art déco aus allen, auch den ihm entgegengesetzten, Entwicklungsrichtungen der modernen Kunst die in Paris wie an keinem anderen Ort gebündelt waren: die Farben der Fauves um Henry Matisse das Aufsplittern der Formen im Kubismus von Georges Braque und Pablo Picasso die Verehrung der Technik durch die Futuristen um Umberto Boccioni und sogar den auf Ornamente verzichtenden Funktionalismus. In Frankreich und damit in Europa erlebte der Art déco seinen Höhepunkt in den Jahren von 1924 bis 1928 und sein Einfluss ging durch die Weltwirtschaftskriese ab 1930 deutlich zurück.

Paul Iribe und andere führten den Art déco in den USA ein, wo er sich über die Architektur, das Musical und den Film rasch entfaltete.

Der Name Art déco tauchte erstmals 1966 als Titel eines Artikels in der Zeitung The Times auf. Kurz danach wurde er von Osbert Lancaster (gebohren am 4.August 1908,gestorben am 27 Juli 1986) im Titel eines Buches verwendet.

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